Militärische Bildung für LehrerInnen?

„Im Repertoire der deutschen Außenpolitik sind die Auslandseinsätze der Bundeswehr … ein immer wichtigerer Bestandteil geworden.“

Damit die „militärische Keule“ bei jeder|m angehenden LehrerIn künftig in der passenden Gehirnwindung sitzt, dürfen diiese zur „Lehrerfortbildung“ und die Einladung liest sich dann so:

Die aktuellen Auslandseinsätze der Bundeswehr

Lehrkräftefortbildung
Im Repertoire der deutschen Außenpolitik sind die Auslandseinsätze der Bundeswehr seit den 1990iger Jahren ein immer wichtigerer Bestandteil geworden. Das Ende des Kalten Krieges, die Entstehung einer multipolaren Weltordnung und die stärker werdenden Abhängigkeiten der Staaten.
im Zuge der Globalisierung fordern auch von Deutschland ein verändertes sicherheitspolitisches Engagement. Bürgerkriege, ergebnisoffene Transformationsprozesse in instabilen Staaten, die Entstaatlichung von Gewalt sowie der transnationaler Terrorismus sind die aktuellen Herausforderungen, auf die Deutschland Antworten sucht.

Der Jugendoffizier, Kapitänleutnant Sxxxxxxxx Lxxxx (Kassel), wird in seinem Referat auf den Beitrag der Bundeswehr eingehen und folgende Fragen beleuchten:

  • Welche Aufgaben über nimmt die Bundeswehr heute in den vom Deutschen Bundestag beschlossenen Auslandseinsätzen?
  • Welche rechtlichen, politischen und militärischen Aspekte bilden die Basis der aktuellen Missionen?
  • In welchem Zusammenhang stehen die Einsätze der Bundeswehr und die Einbindung der Bundesrepublik Deutschland in internationale Organisationen wie die Vereinten Nationen, die Europäische Union und die NATO?

Veranstaltungsnr: 50851708
Zielgruppe: Lehrkräfte und LiV der SEK I sowie an Gymnasien und Beruflichen Schulen
Termin: Dienstag, 28.06.2016 von 14:30 bis 16:00 Uhr
Ort: Staatliches Schulamt, …

Quelle: Staatliches Schulamt für den Schwalm-Eder-Kreis und den Landkreis Waldeck-Frankenberg, http://www.schulamt-fritzlar.hessen.de/


Wir würden statt einer solche Fortbildung lieber ein paar andere Themen diskutiert sehen:

  • In welchem Zusammenhang stehen die Einsätze der Bundeswehr mit der Rolle der Bundesrepublik als Exportweltmeister. War da nicht mal ein Bundespräsident, der die Bundeswehr zur Sicherung der Handelswege einsetzen möchte?  … und wie verträgt sich das mit den Artikeln im Grundgesetz?
  • Welche „Test-“ und „Werbefunktion“ hat die Bundeswehr bei Produktion und Vertrieb deutscher Waffen? Die Bundesrepublik ist drittgrößter Waffenexporteur der Welt.
  • Was hätte man alles für die über 20 Mrd. Euro, die die Bundeswehr in Afghanistan in den Sand gesetzt hat, in der Bildung anfangen können?
  • Warum muss derzeit der Haushalt des Verteidigungsministerium um 50% vergrößert werden, wo das Geld für Soziales, Bildung, Flüchtlingsintegration, … dringend gebraucht wird?

Und wenn schon Sicherheitspolitik das Thema ist, wie steht es dann mit:

  • Warum sollen in Büchel neue Atombomben angeschafft werden anstatt endlich die alten zu entsorgen und den Stützpunkt des Kalten Krieges zu schließen?
  • Wie verhält es sich mit den illegalen gezielten Tötungen über die Basis Ramstein, die eindeutig auf deutschem Staatsgebiet liegt? Macht sich die Bundesrepublik durch die Tolerierung dieser Menschenrechtsverletzungen zu einem Terrorziel?
  • Warum musste die Bundeswehr nach Syrien? Dies ist, nach dem Jugoslawienkrieg, der 2. Auslandseinsatz ganz ohne ein UN-Mandat und damit ein grundgesetzwidriger Einsatz!

Diese Liste lässt sich beliebig verlängern …

Bundeswehr lässt Kinder mit Gewehr G36 hantieren

20160611TagDerBW4KlAm Tag des Massakers von Orlando hat die Bundeswehr schon mal an der Konditionierung des Tötungstriebs von Kindern gearbeitet. Wir haben vor dem Tag der Bundeswehr seit Wochen gewarnt, trotzdem sind Menschen (und nicht wenige: rund 262.000 Besucher an 16 Standorten) zu den Waffenschauen gegangen und haben sogar kleine Kinder mitgenommen. die dann „mal mit echten Kriegswaffen spielen“ durften.

Die Deutsche Friedensgesellschaft DFG-VK und andere Organisationen warfen der Bundeswehr vor, „Grenzen überschritten“ zu haben. Sie veröffentlichten Bilder von Kindern beim Hantieren mit Waffen der Typen G36 und P8 sowie bei einer Einweisung an einer Maschinenpistole des Typs MP7. Die Aufnahmen sollen in einer Kaserne im baden-württembergischen Stetten entstanden sein.

Nun prüft das Verteidigungsministerium ob es tatsächlich zu einem „eindeutigen Verstoß gegen bestehende Vorschriften der Bundeswehr“ gekommen ist.

Marvin Mendyka vom „Netzwerk Friedenskooperative“, welches die Gegenaktionen an dem Armee-Werbetag gemeinsam mit der DFG-VK und weiteren Friedens-Organisationen koordiniert hat: „Wir fordern nicht nur die Abschaffung des ‚Tags der Bundeswehr‘, der reine Propaganda ist, sondern von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen auch ein Ende der Rekrutierung von 17-Jährigen“, so der junge Friedensaktivist.

Mendyka und andere Aktivisten haben bei ihren Aktionen daher auch Unterschriften für die seit Februar laufende Kampagne „Unter 18 nie“ gesammelt, die auch online auf www.unter18nie.de unterzeichnet werden kann: „Der neue Skandal um Kinder an Handfeuerwaffen zeigt, wie nötig es ist, das Thema anzugehen.“ Mendyka, Willinger und Blach sind gespannt, was das Verteidigungsministerium und die Bundeswehr zu den Vorwürfen sagen.

Mehr dazu bei http://m.tagesspiegel.de/politik/verteidigungsministerium-ermittelt-bundeswehr-laesst-kinder-mit-gewehr-g36-hantieren/13729312.html
und https://www.dfg-vk.de/rekrutierungen-der-bundeswehr/grenze-ueberschritten-bundeswehr-liess-kinder-an-handfeuerwaffen

Die Fotos unter https://www.dropbox.com/sh/nehz7aa5nim25t5/AADmEbzMW4wwP4tqN-5Kk2ita?dl=0 können mit der Quellenangabe DFG-VK frei verwendet werden.

 

Rheinmetall entrüsten!

Demonstration zur Hauptversammlung von Rheinmetall

Waffenexporte stoppen – Rheinmetall entrüsten!

… erklang es lautstark vor dem Maritim Hotel gegenüber des Bendler Blocks. Denn heute haben sich dort die Aktionäre des größten deutschen Rüstungskonzerns Rheinmetall AG  zu ihrer Hauptversammlung getroffen.

Ihre Aktien sind mit Blut getränkt!

Deshalb war auch das berliner Bündnis Schule ohne Militär bei der Kundgebung gegen diese Kriegsgewinnler.

In den vielen Redebeiträgen wurde deutlich, das deutsche Waffen in aller Welt töten – und, dass im Hotel Maritim ein Unternehmen tagt, welches daran verdient.

Wer Waffen sät, erntet Tod und Elend!
PROTEST -AKTION während der Hauptversammlung von Rheinmetall

Die Aktionäre des größten deutschen Rüstungskonzerns Rheinmetall AG
treffen sich am 10. Mai zu ihrer Hauptversammlung in Berlin.
Ihre Aktien sind mit Blut getränkt!
Die Kriege lohnen sich für die Aktionäre. Dieses Jahr erhöht sich die Dividende auf fast das Vierfache. Die Rechnung bezahlen die Menschen, die aus diesen Kriegsgebieten fliehen müssen, und dann als Flüchtlinge bei uns ankommen.

Europas größter Heeresausrüster setzte 2015 mit Kanonen, Munition, Elektronik, gepanzerten Fahrzeugen und Ausrüstungen 2,6 Mrd. Euro um.

An Mord- und Totschlag-Instrumenten lässt sich gut verdienen. Sie verdienen sich eine goldene Nase! Und das Geschäft boomt! Für 6,42 Mrd. Euro sollen weitere Mordwerkzeuge hergestellt werden.

Um weltweit Aufträge zu ergattern, hat Rheinmetall geschmiert.

Bußgelder in Höhe von 37,1 Millionen Euro wegen unerlaubter Zahlungen an
Griechenland wurden bereits fällig. Weitere Verfahren drohen.
Auch in der Zukunft lässt sich gut verdienen. Konzern-Chef Papperger setzt nicht nur auf die weiteren Krisen- und Konfliktherde weltweit, sondern hofft auch, ein großes Stück vom zuletzt deutlich erhöhten deutschem Verteidigungsetat zu ergattern.

Neueste Meldungen von den Rheinmetall-Töchtern, die weltweit agieren:

  • Südafrika und Saudi-Arabien errichten in der Nähe von Riad eine Munitionsfabrik, an der Rheinmetall über seine Tochter Denel mit 51 Prozent beteiligt ist.
  • Auf Sardinien wird die Bombe MK 83 von der Rheinmetall-Tochter RWM hergestellt. Diese Bomben werden lt. Report München von Saudi-Arabien im Krieg gegen Jemen eingesetzt.
  •  Im letzten Juni wurden 250 000 Granaten der Rheinmetall-Tochter RWM Arges an die Vereinigten Arabische Emirate geliefert. Dazu gibt es in Österreich eine Straf-Anzeige gegen den Außenminister wg. Verstoßes gegen das dortige Kriegsmaterialgesetz.

KEINE DEUTSCHEN WAFFEN FÜR LÄNDER UND KRIEGE , DEREN OPFER WIR NACHHER BEKLAGEN !

Von einer restriktiven Rüstungsexportpraxis, die Wirtschafts-Minister Gabriel großspurig angekündigt hat, ist bislang nichts zu merken!

Im August 2014 genehmigte die schwarz-rote Bundesregierung Rheinmetall sogar den
Export einer ganzen Panzerfabrik nach Algerien. Das Regime Bouteflika regiert dort autoritär unter massiver Missachtung von Menschenrechten. Die Firma Rheinmetall MAN Military Vehicles, die Rheinmetall zu 51 Prozent gehört, soll dort fast 1.000 Radpanzer FUCHS 2 im Wert von 2,7 Milliarden Euro fertigen. Diese können sowohl im Innern als auch im Krieg nach außen eingesetzt werden.

Wir rufen deshalb:        Waffenexporte stoppen!.  

Gegen Bundeswehrwerbung auf der Connecticum

Töten und Getötet-werden ist kein normaler Beruf!

… das haben wir den vielen Besuchern auf der Bildungsmesse Connecticum vor der Arena an den Treptowers gesagt.

Auch hier war, wie am letzte Freitag bei der Studyworld, wieder die Bundeswehr mit einem Stand vertreten auf dem sie mit viel Geld versuchen junge Menschen für ihr „Kriegshandwerk“ zu begeistern.

Die Werbung der Bundeswehr unterschlägt völlig, dass es sich um eine Arbeit handelt bei der Menschen, meist Zivilisten, getötet und verstümmelt werden. Das Töten von Menschen zu erlernen war nie, ist es auch heute nicht und darf auch zukünftig keine “normale” Berufsausbildung sein. Der grundgesetzliche Auftrag der Bundeswehr zur Landesverteidigung hat sich mangels “Feinden” spätestens seit 1989 erledigt.

 

Protest gegen die Bundeswehr bei der Bildungsmesse Studyworld

Kein Werben für’s Sterben

… war deutlich in der Berliner Friedrichstraße vor dem Russischen Haus zu sehen.

Das Berliner Bündnis Schule ohne Militär war dort und wir haben die Besucher der Studyworld, einer Bildungsmesse, darauf aufmerksam gemacht, dass die Bundeswehr ebenfalls dort für „Nachwuchs“ wirbt.

Wir aber sagen: Töten und Getötet-werden ist kein normaler Beruf!

Die Werbung der Bundeswehr unterschlägt völlig, dass es sich um eine Arbeit handelt bei der Menschen, meist Zivilisten, getötet und verstümmelt werden. Das Töten von Menschen zu erlernen war nie, ist es auch heute nicht und darf auch zukünftig keine “normale” Berufsausbildung sein. Der grundgesetzliche Auftrag der Bundeswehr zur Landesverteidigung hat sich mangels “Feinden” spätestens seit 1989 erledigt.

Schule ohne Militär beim Ostermarsch 2016

KRIEG IST TERROR! – Damit muss Schluss sein!

Mit über 2500 Menschen sind wir bei schönstem Sonnenschein vom Neuköllner Hermannplatz zum Kreuzberger Oranienplatz gelaufen. Trotz angesagtem abendlichen Fußballspiel hatten sich über 100 Polizisten in 12 Wagen die Zeit genommen uns zu begleiten.

Der Aufruf zur Demo hat uns alle angesprochen:

Der Aufruf zum Berliner OSTERMARSCH 2016

26. März 2016 – 12 Uhr
Hermannplatz, Neukölln
Schlusskundgebung
Oranienplatz, Kreuzberg

Mehr als sechzig Millionen Menschen – so viele wie noch nie seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs – sind auf der Flucht vor Krieg, Zerstörung und Perspektivlosigkeit. Viele, die bei uns Zuflucht suchen, kommen aus Ländern, die Opfer von Angriffen von NATO-Staaten oder ihrer Verbündeten wurden, wie Jugoslawien, Afghanistan, Irak und Libyen. Diese Kriege zerstörten ihre Lebensgrundlagen und beförderten terroristische Milizen wie Al-Kaida und den „Islamischen Staat“.

Heute ist die Bundeswehr- vorgeblich zur Eindämmung und Vernichtung des „Terrorismus“ – aktive Kriegspartei in Syrien, sowie in Mali. Die Geschichte der letzten zehn Jahre lehrt uns aber, dass Krieg den „Terrorismus“ nicht eindämmt,
sondern fördert!

Schluss mit dem „Krieg gegen den Terror!“

Absolutistische Regime wie Saudi-Arabien, Katar oder die Vereinigten Arabischen Emirate, hochgerüstet mit Waffen aus NATO-Staaten – auch aus Deutschland – unterstützen heute Kriegsparteien im Irak, Jemen, Libyen und Syrien. Die Türkei, Mitgliedstaat der NATO, führt auch mit deutschen Waffen Krieg gegen die Kurden. Die Zahl der Fliehenden hat sich noch einmal dramatisch erhöht.

Allein schon wegen der deutschen Verantwortung für Waffenexporte und Krieg muss Deutschland die geflüchteten Menschen aufnehmen.

Wir fordern von der Bundesregierung:

  • Keine Bundeswehreinsätze in Syrien, Irak und Mali
  • Für eine politische Lösung in Syrien, die das Selbstbestimmungsrecht des syrischen Volks achtet
  • Abzug aller Bundeswehrsoldaten aus dem Ausland
  • Stopp aller Waffenexporte – angefangen bei Saudi-Arabien, der Türkei, Katar und den Emiraten
  • Die Bundeswehr darf nicht auf-, sie muss abgerüstet werden
  • Keine bewaffneten Drohnen, ob geliehen, gekauft oder selbst produziert

Friedenskoordination Berlin

NATO und EU – Sieger des Kalten Krieges – stoßen bei ihrer Osterweiterung an die Grenzen Russlands. Kooperation mit dem Nachbarn im Osten Europas wäre der sicherste Weg, um in Europa den Frieden zu erhalten. Kriegsmanöver in den an Russland angrenzenden Beitrittsländern, Aufstellung von Raketenabwehr in Grenznähe oder Atomwaffenmodernisierung führen dagegen zu Spannungen und Eskalation.

Wir wollen keinen neuen Kalten Krieg in Europa, weil er erneut Atomkriegsgefahr bedeuten kann.

Darum:

  • Keine Osterweiterung von NATO und EU
  • Die Ukraine, Moldawien und Georgien müssen bündnisfrei bleiben
  • Abrüstung der militärisch deutlich überlegenen NATO-Staaten und gegenseitige Rüstungskontrolle
  • Ende der deutschen Übungsflüge zur Atomwaffennutzung
  • Statt Modernisierung Abzug der US-Atomwaffen von deutschem Boden
  • Abschaffung aller Atomwaffen

Wir wehren uns gegen den Krieg als Mittel der Politik!
Kommt mit uns auf die Straße!
Kommt zum Berliner Ostermarsch 2016!

„Der Frieden ist nicht alles, aber ohne Frieden ist alles nichts.“

http://www.friko-berlin.de


Hier ein paar Bilder

Mit einem freundlichen Ostergruß wurden alle auf dem Hermannplatz begrüßt.

Aber bereits beim 2. Plakat wurde die düstere Wahrheit sichtbar.

Pünktlich um 12 Uhr wird die Spitze des Demozuges gebildet.

… alle folgen der Friedenstaube …

… und es sind mehr als im letzten Jahr …

… und es sind mehr als im letzten Jahr …

Die Vertreter der Friedenglockengesellschaft …

Abschlusskundgebung auf dem Oranienplatz

Schöne Ostern! Versuchen wir bei den nächsten Friedensaktionen noch mehr zu sein! Es ist dringend notwendig!

Keine Personendaten an die Bundeswehr!

Widersprecht der Datenweitergabe an die Bundeswehr!

Buttonvorlage-SoMDas Berliner Bündnis Schule ohne Militär unterstützt den Aufruf der Internationalen Liga für Menschenrechte (ILMR) gegen die Weitergabe von persönlichen Daten von Jugendlichen an die Bundeswehr.

Sagt Nein: Widersprecht der Datenweitergabe an die Bundeswehr!

Die Liga fordert: Sofortiger Stopp: Keine Personendaten Jugendlicher an die Bundeswehr!

Deren Personendaten sammelt die Bundeswehr aufgrund von § 58c des Soldatengesetzes. Alle Jugendlichen sind betroffen. Alle Männer sind gemäß § 1 Wehrpflichtgesetz ab dem 18. Lebensjahr wehrpflichtig – der Wehrdienst ist nur ausgesetzt. Neu ist, dass auch die Daten weiblicher Jugendlicher erfasst und der Bundeswehr übermittelt werden, um zu versuchen, sie für den Kriegsdienst anzuwerben.

Übermittelt werden jeweils bis zum 31. März die Daten zu Personen mit deutscher Staatsangehörigkeit, die jeweils im Jahr darauf volljährig werden. Da der Zwang zum Kriegsdienst ausgesetzt ist, werden junge Männer deutscher Staatsangehörigkeit seit 2011 nicht mehr zwangsweise gemustert, einberufen und einer Gewissensprüfung unterworfen. Ausgesetzt heißt aber nicht abgeschafft: Der Zwang zum Wehrdienst tritt im Spannungs- und Verteidigungsfall automatisch wieder in Kraft.

Allerdings ist es möglich, der automatischen Datenübermittlung an die Bundeswehr rechtzeitig zu widersprechen oder die Löschung der Daten zu verlangen – und damit ein Zeichen gegen Krieg und für Frieden zu setzen.

Widerspruch

Jugendliche können der Datenweitergabe durch die Meldebehörden an die Bundeswehr widersprechen. Dies ist in § 58c Abs. 1 S. 2 Soldatengesetz mit Verweis auf § 36 Abs. 2 Bundesmeldegesetz festgelegt. Dort heißt es:

„Eine Datenübermittlung nach § 58c Absatz 1 Satz 1 des Soldatengesetzes ist nur zulässig, soweit die betroffene Person nicht widersprochen hat. Die betroffene Person ist auf ihr Widerspruchsrecht bei der Anmeldung und spätestens im Oktober eines jeden Jahres durch ortsübliche Bekanntmachung hinzuweisen.“

Löschung

Falls die Meldebehörde die Daten schon weitergeben hat, kann der/die Betroffene vom Bundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr nach § 58c Abs. 3 Soldatengesetz die Löschung der Daten verlangen.

Informieren / Mitmachen / Öffentlichkeit schaffen!

Mehr Infos: http://ilmr.de/2015/sag-nein-keine-daten-fuer-die-bundeswehr-keine-personendaten-jugendlicher-an-die-bundeswehr

Das Flugblatt der ILMR zum Thema

Bündnis „Schule ohne Militär“ ruft im Vorfeld der Münchner „Sicherheitskonferenz“ zu einer Protestkundgebung vor dem Showroom der Bundeswehr

Kein Werben für das Sterben!

Mehr als 120 Menschen sind vor den „Showroom der Bundeswehr“ am Bahnhof Friedrichstraße gekommen um ihre Ablehnung der Kriegspolitik zu artikulieren.

Hier einige Videos der Redbeiträge

Eröffnungsrede: Kein Werben für’s Sterben

Rede von den Naturfreunden

Lied vom toten Soldaten

Rede zu Auslandseinsätzen und Abschottung der Außengrenzen

Gedenken an Deserteure

Rede der Landesschülervertretung

Nein zum Krieg in Syrien

Wir werden auch die Reden hier veröffentlichen sobald sie vorliegen.

  • Eröffnung durch das Berliner Bündnis Schule ohne Militär
  • Bundeswehrwerbung und Auslandseinsätze
  • Offener Brief von Soldaten der Bundeswehr: Wer seinem Land treu dient, sage NEIN!
  • Sketch: Rekrutierungsgespräch
  • Rede zur Gedenkplatte für Deserteure
  • Lied: Die Legende vom toten Soldaten
  • Aufruf der Landesschülervertretung
  • Rede zur Militarisierung der Außengrenzen
  • Aufruf zur Demo gegen die Müncher Sicherheitskonferenz am 13.2.

Offener Brief von Soldaten der Bundeswehr: Wer seinem Land treu dient, sage NEIN!

Ihr habt geschworen, der Bundesrepublik treu zu dienen. Jetzt will man euch in einen Krieg senden, der diesem Schwur widerspricht…

Dieses Kommando widerspricht jeder Vernunft, jeder militärischen Einsicht und allen Gesetzen, die euren Dienst betreffen. Euer Einsatz wird von der Regierung mit der „Verhütung und Unterbindung teroristischer Handlungen“ begründet. Ihr wisst, dass euer Kommado in Afghanistan die gleiche Begründung hatte…

Euer Schwur mahnt euch zur Verteidigung unseres Landes. So, wie euch auch das Grundgesetz im Art. 87 a ausdrücklich nur zur Verteidigung verpflichtet. Was auch immer erzählt wird: Es gibt kein UNO-Mandat für den Einsatz in Syrien.

Hat die syrische Regierung der Bundesrepublik Deutschland den Krieg erklärt? Sind syrische Truppen auf dem Weg zu unseren Grenzen? Nein. Und doch sollt ihr euch in diesem Land an einem Krieg beteiligen.

Macht euch nicht strafbar! Verteidigt die Grundrechte unseres Landes! Verweigert euch diesem unsinnigen, verbrecherischen Einsatz in Syrien!

Dient unserem Land und sagt NEIN!

Uli Gellermann, Gefreiter d.R, Hartmut Barth-Engelbart, Ex-Offiziersanwärter, Fred Stein, Stabsunteroffizier d.R.

Der Aufruf der Landesschülervertretung

In unserer Gesellschaft ist militärisches in vielen Formen präsent.
Auf der einen Seite gibt es immer mehr Firmen, die dem militärisch-industriellen Komplex zuarbeiten oder sogar zu ihm gehören. Wir kennen diese eher als Hersteller von Straßenbahnen, Autos, Gitarrenverstärkern, Chipsätzen für Computer, Kühlschränken und vieles andere mehr.

Auf der anderen Seite ist die Armee der BRD präsent wie nie zuvor. Sei es durch öffentliche Gelöbnisse, Jugendmessen, die Plakate oder die ungefragt an die Schulen geschickten Schreibhefte.

Als ob das nicht schon zu viel ist, kommen auch noch sogenannte Jugendoffiziere und Karriereberater in die Schulen, um den Schülerinnen und Schülern zu vermitteln, dass der internationale Terrorismus eine direkte Bedrohung für unsere Sicherheit darstellt.

Im Unterricht, an dem wir teilnehmen müssen, erklären uns dann diese selbsternannten Experten, die Jugendoffiziere, wie wichtig es ist in Syrien Krieg zu führen, in Mali angebliche Piraten auf fremdem Territorium zu verfolgen, in Afghanistan Handelsrouten zu bewachen, für Andere in Deutschland neuartige Atombomben zu lagern…
Und dafür wirst auch du gebraucht, beim ganz normalen Arbeitgeber Bundeswehr.

Manchmal kommen auch Karriereberater in die Schulen. An deren Veranstaltungen müssen wir nicht teilnehmen, auch wenn sie gerade wegen uns kommen, uns zu verführen bei der tollen Truppe mitzumachen. Als sei das Töten ein Handwerk wie das Brotbacken.

Allein im Jahr 2014 haben diese Karriereberater 8.100 Vorträge vor fast 140.000 Schülerinnen und Schülern gehalten.

Dazu kommen noch 3200 Vorträge, die von Jugendoffizieren in Schulen gehalten wurden. Dafür wurden insgesamt fast 30 Millionen Euro ausgegeben. Geld, das dringender in den Schulen gebraucht wird, für mehr Pädagoginnen und Pädagogen, Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern, eine bessere Bausubstanz, Ausstattung und Arbeitsmaterialien.

Oft wird bei diesen Besuchen verhindert, dass eine Gegenmeinung dargestellt werden kann. Oft können sich die Jugendlichen nicht ungelenkt eine eigene Meinung bilden. Oft sind diese Veranstaltungen nicht ihrem Entwicklungsstand entsprechend.

Das aber schreibt der Beutelsbacher Konsens vor.

Aber was ist schon der Beutelsbacher Konsens gegen den Krieg, der geführt wird um Ressourcen und Kapitalmaximierung.Was ist schon freie emanzipative Bildung gegen den Profit der Rüstungsindustrie.

Was ist schon das Recht der Schülerinnen und Schüler auf Unversehrtheit gegen den waffenstarrenden Versuch der Neuaufteilung der Welt.

Immer neue vom Westen angezettelte Kriege lassen die Anzahl der Flüchtlinge explodieren. Die Verelendeten und Entrechteten rütteln an den Toren der imperialistischen Staaten und klagen zu Recht an, dass diese Staaten ihre Heimatländer verwüstet und sie hierher getrieben haben.

Deshalb gilt es die Verantwortlichen beim Namen zu nennen und sie zur Rechenschaft zu ziehen. Denn sie behaupten, dass sie in unserem Namen handeln.

Machen wir allen klar, dass sie sich selbst ermächtigt haben und wir ihr Treiben nicht hinnehmen. Für eine gerechtere Welt müssen wir aktiv sein!

Deshalb rufen wir auf:

  • Lasst es nicht zu, dass Vertreter von Militär und Geheimdiensten eure Schulen besuchen,
  • dass eure Mitschülerinnen und Mitschüler auf Einladungen in Kasernen oder andere Lockangebote hereinfallen.
  • Denn es geht immer darum euch für das Töten zu werben, egal welche Geschichten sie euch erzählen.

Schließt euch zusammen und wehrt euch gemeinsam gegen die Militarisierung der Schulen. Macht auch eure Schule zur militärfreien Zone!
Wir, die in der LandesSchüler*innenVertretung von Berlin aktiven Schülerinnen und Schüler, lassen uns nicht blenden – denn Kriege beginnen genau hier.

Solange Profite und unbegrenztes Wachstum das gesellschaftliche Handeln bestimmen werden Kriege weiterhin geführt werden. Erst eine befreite, solidarische Gesellschaft die sich nach den Bedürfnissen der Menschen richtet kann diesen Zustand auflösen!

Was sind schon Tausend Kameraden gegen einen echten Freund!

Die Bühne ist aufgebaut …

… und die ersten Transparente flattern im Sturm.

Eine Schülergruppe hatte sich mit dem Thema Auslandseinsätze im Unterricht beschäftigt und konnten die weltweiten „Krisenherde“ auf einer Weltkarte zeigen.

Der Platz vor der Bühne füllt sich – schließlich sind 120 Menschen gekommen, um der Bundeswehr ihre Meinung zu sagen.

Am Bahnhof Friedrichstraße und an weiteren Orten in Berlin wurde noch in den letzten Kriegstagen Soldaten, die sich dem mörderischen Krieg der Nazis durch Flucht entziehen wollten ermordet.

Auch am Bbahnhofseingang gibt es für diese mutigen Menschen set 1952 eine Erinnerungstafel.

Die Rede der Landesschülervertretung …


Das Lied vom toten Soldaten

Ein frisches Jugendbildnis unserer Kanzlerin …

Die Fahnen der Friedensbewegung und der Naturfreunde flattern im Sturm.

Kein Werben für das Sterben! Kundgebung vor dem „Showroom“

Bündnis „Schule ohne Militär“ ruft im Vorfeld der Münchner „Sicherheitskonferenz“ zu einer Protestkundgebung vor dem Showroom der Bundeswehr

DFG-VKwerbenSterbenDas Berliner Bündnis „Schule ohne Militär“ ruft zu einer Kundgebung am Mo., 08.02.2016 ab 16h vor dem Showroom der Bundeswehr auf.

Die massive Militarisierung der Gesellschaft wird von der Bundesregierung und der Mehrheit im Deutschen Bundestag seit Jahren vorangetrieben. Ein Beispiel hierfür ist der „Showroom“ der Bundeswehr direkt am Bahnhof Friedrichstraße. Für 8 000 Euro Monatsmiete hat sich die Bundeswehr mitten in Berlin eingemietet, um für eine „berufliche Karriere“ in der Bundeswehr zu werben. Geworben wird mit Karriere, Abwechslung, Spaß und Weiterqualifizierung. Verschwiegen wird die eigentliche Aufgabe der Bundeswehr: Die Ausbildung zum Militäreinsatz mit allen Folgen: Tod und töten müssen, posttraumatische Störungen von immer mehr Soldat*innen, weltweiter Einsatz der Bundeswehr für geopolitische Interessen der deutschen Außenpolitik.

Durch diese zunehmende Präsenz der Bundeswehr in der Öffentlichkeit sollen Waffen und Krieg als Mittel der Konfliktlösung als Normalzustand dargestellt und in der Gesellschaft ideologisch verankert werden. Der Showroom wird vor allem auch von Schulklassen besucht. Wir fordern ein sofortiges Ende dieses „Werben für das Sterben“!

Wir lehnen den weltweiten Einsatz der Bundeswehr zur Sicherung von Rohstoffen, Handelswegen und Absatzmärkten ab.

Wir unterstützen die Demonstration „Frieden und Gerechtigkeit gestalten – Nein zum Krieg“ vom 12.-14 Februar 2016 in München gegen die sogenannte „Sicherheitskonferenz“ (Demo am 13.2.), bei der Vertreter*innen der NATO-Staaten, von Großbanken, international operierenden Versicherungs-, Rüstungs- und sonstigen Konzernen sowie RedakteurInnen aus den Chefetagen der Leitmedien ihre geopolitischen Ziele diskutieren. Hinzugeladen werden einzelne VertreterInnen anderer Staaten, die als Teilnehmende der Konferenz mitdiskutieren können.

Wir fordern:

  • Kein Werben für das Sterben! Schließung des Showroom der Bundeswehr!201601Biz63Kl
  • Sofortige Beendigung aller Auslandseinsätze der Bundeswehr!
  • Verbot aller Waffenexporte!

Wir treffen uns

Montag, 08.02.2016
16.00 Uhr
Georgenstr. 24 (Bahnhof Friedrichstr., vor dem Showroom der Bundeswehr)

Bündnis „Schule ohne Militär“

Bundeswehr wirbt im BIZ um Nachwuchs – Wir auch: Kein Werben fürs Sterben!

Wieder einmal war die Bundeswehr dabei Nachwuchs zu rekrutieren, diesmal im BIZ der Agentur für Arbeit in Berlin-Neukölln.

Deshalb waren wir mit dem Berliner Bündnis Schule ohne Militär ebenfalls da und konnten die Teilnehmer an der Schulung schon mal vorab mit unseren Flyern auf die Gefahren bei dieser „Arbeit“ hinweisen:

 

Töten und Getötet-werden ist kein normaler Beruf!

Die Werbung der Bundeswehr unterschlägt völlig, dass es sich um eine Arbeit handelt bei der Menschen, meist Zivilisten,

getötet und verstümmelt werden. Das Töten von Menschen zu erlernen war nie, ist es auch heute nicht und darf auch zukünftig keine “normale” Berufsausbildung sein. Der grundgesetzliche Auftrag der Bundeswehr zur Landesverteidigung hat sich mangels “Feinden” spätestens seit 1989 erledigt. Die sogenannten Auslandseinsätze seither waren Kriege (Jugoslawien, Somalia, Afghanistan, ..), die mit dem grundgesetzlichen Auftrag der Selbst- oder Landesverteidigung nichts zu tun haben.