Wohltätigkeit durch die Bundeswehr ?

Damit ist nicht die 100%-ige Erhöhung des Militärhaushalts der Bundesrepublik gemeint, den an diesem Wochenende fast alle Politiker auf der sogenannten „Sicherheitskonferenz“ in München abgenickt haben. (Die Arbeitnehmer der Länder mussten für eine gerade mal 2,5%-ige Lohnerhöhung richtig streiken.)

Nein – die Bundeswehr kam ins Haus des Rundfunks in den großen Saal des rbb (Radio Berlin Brandenburg), um den ewig Gestrigen den Marsch zu blasen. Das ganze sollte ein Wohltätigkeitskonzert für wen auch immer sein.

Ein Wohltätigkeitskonzert der Bundeswehr?

Es reiht sich ein in „Wohltaten“ wie Brunnen bohren in Afghanistan, Rettungs- und Katastropheneinsätze, gefechtsfeldnahe Kitas, frühkindliche Schießübungen und viele Auslandseinsätze.

Statt Musikcorps, Bigband und andere Orchester zu unterhalten, wäre es praktischer, deren ständige Kosten direkt wohltätigen Zwecken zu spenden.

Wir schlagen vor, den Rüstungshaushalt insgesamt umzuwidmen. Das reduziert die Zahl der Wohltätigkeits-Bedürftigen beträchtlich – hier bei uns und anderswo in der Welt.

Aber die Wohltätigen kamen in Massen, so an die 500 Berliner und Brandenburger konnten wir begrüßen. Wir, das waren das Berliner Bündnis Schule ohne Militär und weitere 20 Friedensbewegte. Wir konnten aufzeigen, dass die Bundeswehr mit ihren „Wohltaten“ in den letzten 20 Jahren in keinem Fall einen Beitrag für den Frieden geleistet hat.

Neben der Verschwendung von über 50 Milliarden Euro an Steuergeldern allein für diese Auslandseinsätze wurde der Hass auf den „Westen“ gezüchtet bis er auch bei uns in Europa Blüten trieb …

Hier die ersten Bilder von dem aus unserer Sicht gelungen frühen Sonntagvormittag

Ein Koch lernt kochen, ein Schlosser schrauben, eine Soldat töten. Ohne mich! Lieber einen zivilen Beruf!

Das Haus des Rundfunks

Die Massen strömen …

Argumente am laufenden Band

Kriegsministerin Ursel begrüßt die Lauscher militärischer Klänge

Die Kriegsministerin macht Werbung für gefechtsfeldnahe Kitas


Diesen Dreiklang werden die Besucher drinnen nicht zu hören bekommen.

Dieses Transparent hat viel Zustimmung erhalten.

Es gab viel zu Lesen für die Fans der Marschmusik …

Schwerter zu Pflugscharen

„Kein Werben fürs Sterben“ meint das Bündnis Schule ohne Militär.

Ursula von der Leyen ist sprachlos beim Anblick dieser klaren Botschaft.

Ursula von der Leyen half dann sogar beim Tragen des Transparentes.

Preußens Garde bewacht das Haus des Rundfunks.

Auch Preußens Garde will nun der Bundeswehr zujubeln …

Kein Militär auf Bildungsmesse(n)!

Bürgermeisterin von Barcelona lädt Militär von der schon traditionellen Teilnahme an Bildungsmesse aus

warresisterSchon oft haben wir gegen die Anwesenheit von Militärs auf Bildungsmessen ausgesprochen und mehrfach gegen die Teilnahme der Bundsewehr demonstriert, z.B.

Deshab haben wir erfreut zur Kenntnis genommen, dass die Bürgermeisterin von Barcelona, Ada Colau, das spanische Militär einfach nach Hause geschickt hat, obwohl deren Teilnahme an der Bildungsmesse „schon seit Jahren Tradition“ hatte.

Sie sagte wörtlich:
„Wisst ihr, wir als Stadtverwaltung hätten es lieber, wenn es auf der Messe keine Militär-Präsenz gäbe, aber einfach, um das auseinander zu halten.“ – “Sabéis que nosotros preferimos como Ayuntamiento que no haya presencia militar en el Salón pero simplemente para separar los espacios.”
Einer der Soldaten darauf: „OK, bis dann!“  – Sie: „Danke, tschüss!“

So einfach ist Abrüstung in Spanien ;-))

Ein Video und Bilder der Bürgermeisterin und von der Aktion gibt es hier https://duckduckgo.com/?q=barcelona+alcaldesa+militar&t=ffsb&ia=videos&iax=1&iai=a0QIt4eH9Ls

Ein paar Tage vorher hatte die Gemeindeverwaltung beschlossen und erklärt, sie sei dafür, diese Bildungsmesse ohne Militär durchzuführen, um Bereiche der Erziehung und Bildung ohne Waffen zu begünstigen und die Kultur des Friedens, des friedlichen Zusammenlebens, die Menschenrechte und die internationale Solidarität zu fördern.

Die Stadtverwaltung von Barcelona hat auch ein neues Militär-Museum abgelehnt. Vielleicht sollte man diese beiden Geschichten den Herren Müller und Lederer sowie der Schulsenatorin mal unter’s Kopfkissen legen.

Mehr dazu bei http://ccaa.elpais.com/ccaa/2016/03/09/catalunya/1457522631_143931.html

Familie, Heim und Herd … und Bundeswehr

Die Bundeswehr auf der Hochzeitsmesse in den Berliner Messehallen

Starten Sie mit der Bundeswehr in eine bombensichere Zukunft! Nein, Sie haben sich nicht verhört – die Bundeswehr betreibt einen Messestand auf der Hochzeitsmesse.

Es ist deshalb zwar nicht Pflicht in oliv zu heiraten – aber es ist möglich, wie wir auf unserem satirischen Flyer mit einem Originalfoto zeigen. Dafür haben wir beim Foto vom Eingang der Messe ein wenig retuschiert. So kann man sich vorstellen, wie die „Zusammenarbeit“ in ein paar Jahren bei weiterer Militarisierung der Gesellschaft aussehen mag.

Wie auch bei vielen Bildungsmessen, bei denen wir vom Berliner Bündnis Schule ohne Militär, vor dem Auftreten der Bundeswehr im zivilen Leben besonders vor Jugendlichen warnen, so waren wir heute bei der Hochzeitsmesse und konnten an die 400 Flyer an die meist ahnungslosen Besucher verteilen.

Kaum jemand konnte sich einen Zusammenhang von Ehe und der Bereitschaft für einen Bundeswehreinsatz vorstellen. So wurde unser makaberer Vorschlag auf dem Flyer dankend aufgenommen:

Unbeschwerte Flitterwochen und endlich keine Schwiegermütter mehr!
Auf Antrag gemeinsame Teilnahme an äußerst eindrucksvollen
Feuerwerken durch unsere in der Bombardierung von Hochzeitsfeiern
(2002, 2012, 2015) erfahrenen amerikanischen und saudischen Partner.

Auch der Hinweis auf den sorglosen Umgang der Bundeswehr mit Kleinkindern, wie erst kürzlich am Tag der Bundeswehr, erschreckte viele Besucher, die sich ja neben der Eheanbahnung auch mit dem Wunsch nach eigenen Kindern beschäftigen.

Und dann das: Der Kampf um die Besten beginnt sehr früh! Alljährliche frühkindliche Schießübungen, familienfreundliche Dienstzeiten und gefechtsfeldnahe Kitas …

Menschenkette zum Antikriegstag

Nein zum Krieg! Kooperation statt NATO-Konfrontation

Mit einer über 600m langen Menschenkette vom Bundestag über das Brandenburger Tor bis zur russischen Botschaft Unter den Linden haben sich gestern Berlinerinnen und Berliner für eine Politik des Ausgleichs und gegen Kriegstreiberei eingesetzt.

Viele Freunde aus dem Berliner Bündnis Schule ohne Militär waren dabei.

Es gibt noch viele weitere Bilder von der beeindruckend langen Kette aus eigentlich selbstverständlichen Forderungen der Friedensbewegung.

 

 

Holt neues Weißbuch den Krieg zurück?

Sicherung „unserer“ Rohstoffe ,“Hybride Kriegsführung“, Sabotage, Manipulation legt das Weißbuch nahe

friedenstaubefrauNicht mehr nur am Hindukusch, 7000km entfernt, sondern in Mali,  im Irak und Syrien und im Baltikum und Mittelmeer, nur noch 1000km entfernt, soll künftig Deutschland „verteidigt“ werden.

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen hat ein neues „Weißbuch 2016 zur Sicherheitspolitik und Zukunft der Bundeswehr“ erstellt. Vorher hatte sie medienwirksam die Partizipationsmöglichkeit der Zivilgesellschaft am Entstehungsprozess beworben. Leider sind alle vernünftigen Beiträge in geheimen Schubladen ihres Ministeriums verschwunden.

Deshalb hat auch die kritische Soldatenvereinigung Darmstädter Signal  um Stellungnahmen zum neuen Weißbuch gebeten. Diese hat sie nun unter weißbuch.org veröffentlicht.

Eine kleine Auswahl der Beiträge

  • Bundesregierung setzt auf militärische Wohlstandswahrung, von Komitee für Grundrechte und Demokratie
  • Deutschlands Sicherheit wird nun in Syrien & im Irak verteidigt!
  • Deutschlands Freiheit wird im Cyberraum verteidigt – „Hybride Kriegsführung“, Sabotage, Manipulation und so
  • Weißbuch 2006 – Afghanistan, Rückblick auf gescheiterte Strategien
  • Aufnahme nicht-militärischer Akteure in die Sicherheitspolitik,  von Winfried Nachtwei
  • Nicht allein aus Sicherheitslogik heraus formulieren, von der Evangelischen Kirche
  • Anmerkungen eines Seelsorgers und Staatsbürgers, von Dr. Klaus Beckmann
  • Den fortgesetzten Rechtsbruch unmissverständlich beenden, aus der Bundeswehr von Major a.D. Florian
  • Sicherung wirtschaftlicher und machtpolitischer Interessen kann kein Ziel sein, aus der Kirche von Pax Christi & ev. AGDF
  • Krisen im Vorfeld antizipieren, von Anton Hofreiter
  • Warum nimmt die Bundesregierung mit dem Syrien Einsatz den Bruch des Völkerrechts einfach hin? aus der Presse von Jung & Naiv
  • Salamitaktik für mehr Krieg, aus der Politik von Christine Buchholz und Frank Renken
  • Große Show für milliardenschwere Aufrüstung, von Christine Buchholz
  • Kein Einsatz der Bundeswehr im Inneren! aus der Friedensbewegung von Aachener Friedenspreis

Alle diese Beiträge sind lesenswert und diskussionswürdig. Auch auf die verstärkten Werbenstrengungen der Bundeswehr besonders unter Kindern und Jugendlichen wird aufmerksam gemacht.

Es ist wichtig, sie einer breiten Öffentlichkeit näher zu bringen. Alle diese Meinungen spiegeln sich in dem nun bekannten Weißbuch nicht wieder. – Wieder wurde an den Menschen vorbei-regiert!

Mehr dazu bei http://weißbuch.org

Auf dem Antikriegsmarkt am letzten Sa. hat Lühr Henken bereits über die Gefahren des neuen Weissbuch berichtet.

Schießen für den Frieden auf der YOU?

Keine Bundeswehr auf der YOU!

Das ist unsere Forderung seit vielen Jahren – und jedes Jahr sind wir vor dem Messegelände mit vielen Aktiven und verteilen Flyer, die vor der Bundeswehr als Arbeitgeber warnen, denn

Töten und Getötet-werden ist kein normaler Beruf!

Was hatte die Bundeswehr nicht alles aufgeboten, um auch dem friedlichsten Kind einen „Kick“ zu verschaffen.

Der Bundeswehrstand auf der Messe war wieder der Teuerste und Größte. Das ist bei 30 Mio. €, die die Bundeswehr für „Werbung“ verschleudern darf, auch nicht verwunderlich.

Ein Lob an die beiden Mädchen, die sich nicht dazu verführen lassen einen „echten Kampfjet“ zu erklettern!

Bist du bereit deine wirklichen Stärken zu finden? Aber klar, nur nicht hier sondern draußen vor der Messe …

Mit 4 Transparenten war Schule ohne Militär vor dem Haupteingang zur Messe – und wir waren nicht zu übersehen.

Schon eine halbe Stunde vor der Eröffnung strömten die ersten SchülerInnen heran.

Dann füllte sich auch der Wartebereich.

Um 9h zur Eröffnung kamen die Massen ….

… und wir waren nicht zu übersehen.

Für Bundeswehr-Fans war es sicher schon „optisches Spißrutenlaufen“ …

Das Abschiedsfoto nach getaner „Arbeit“.

Dozent gibt Lehrtätigkeit auf wegen Bundeswehrkooperation der Hochschule

Buttonvorlage-SoMOffener Brief: Bundeswehr-Kooperation / Beendigung meiner Lehrtätigkeit im IFI Studiengang der Hochschule

Ich war in den letzten 16 Jahren regelmäßig als Lehrbeauftragter für „Informatik und Gesellschaft“ im Internationalen Frauenstudiengang Informatik der Hochschule Bremen tätig. Ich stehe dafür in Zukunft nicht mehr zur Verfügung und habe dies in einem offenen Brief der Rektorin der Hochschule Bremen mitgeteilt. Hintergrund ist ein Beschluss der Hochschule, den Studiengang künftig auch in einer dualen Variante mit der Bundeswehr als Kooperationspartner anzubieten.

Wer mehr über die Hintergründe erfahren möchte: Unter der folgenden Adresse ist ab sofort ein offener Brief zu finden, in dem ich der Rektorin der Hochschule Bremen gegenüber meine Entscheidung erläutere.

Weitere Informationen zum Hintergrund:
https://www.bundeswehrkarriere.de/neuer-inhalt/46518
http://www.bundeswehr-journal.de/2016/verwaltungsdienst-kooperation-mit-fuenf-hochschulen/
http://www.noz.de/deutschland-welt/bremen/artikel/708028/studienplatze-fur-truppe-sorgen-in-bremen-fur-arger
http://www.taz.de/Zivilklausel-im-Hochschulgesetz/!5303000/ <http://www.taz.de/Zivilklausel-im-Hochschulgesetz/%215303000/

Der Offene Brief des Hochschullehrers:  http://www.kramschubla.de/hsb

 

Militärische Bildung für LehrerInnen?

„Im Repertoire der deutschen Außenpolitik sind die Auslandseinsätze der Bundeswehr … ein immer wichtigerer Bestandteil geworden.“

Damit die „militärische Keule“ bei jeder|m angehenden LehrerIn künftig in der passenden Gehirnwindung sitzt, dürfen diiese zur „Lehrerfortbildung“ und die Einladung liest sich dann so:

Die aktuellen Auslandseinsätze der Bundeswehr

Lehrkräftefortbildung
Im Repertoire der deutschen Außenpolitik sind die Auslandseinsätze der Bundeswehr seit den 1990iger Jahren ein immer wichtigerer Bestandteil geworden. Das Ende des Kalten Krieges, die Entstehung einer multipolaren Weltordnung und die stärker werdenden Abhängigkeiten der Staaten.
im Zuge der Globalisierung fordern auch von Deutschland ein verändertes sicherheitspolitisches Engagement. Bürgerkriege, ergebnisoffene Transformationsprozesse in instabilen Staaten, die Entstaatlichung von Gewalt sowie der transnationaler Terrorismus sind die aktuellen Herausforderungen, auf die Deutschland Antworten sucht.

Der Jugendoffizier, Kapitänleutnant Sxxxxxxxx Lxxxx (Kassel), wird in seinem Referat auf den Beitrag der Bundeswehr eingehen und folgende Fragen beleuchten:

  • Welche Aufgaben über nimmt die Bundeswehr heute in den vom Deutschen Bundestag beschlossenen Auslandseinsätzen?
  • Welche rechtlichen, politischen und militärischen Aspekte bilden die Basis der aktuellen Missionen?
  • In welchem Zusammenhang stehen die Einsätze der Bundeswehr und die Einbindung der Bundesrepublik Deutschland in internationale Organisationen wie die Vereinten Nationen, die Europäische Union und die NATO?

Veranstaltungsnr: 50851708
Zielgruppe: Lehrkräfte und LiV der SEK I sowie an Gymnasien und Beruflichen Schulen
Termin: Dienstag, 28.06.2016 von 14:30 bis 16:00 Uhr
Ort: Staatliches Schulamt, …

Quelle: Staatliches Schulamt für den Schwalm-Eder-Kreis und den Landkreis Waldeck-Frankenberg, http://www.schulamt-fritzlar.hessen.de/


Wir würden statt einer solche Fortbildung lieber ein paar andere Themen diskutiert sehen:

  • In welchem Zusammenhang stehen die Einsätze der Bundeswehr mit der Rolle der Bundesrepublik als Exportweltmeister. War da nicht mal ein Bundespräsident, der die Bundeswehr zur Sicherung der Handelswege einsetzen möchte?  … und wie verträgt sich das mit den Artikeln im Grundgesetz?
  • Welche „Test-“ und „Werbefunktion“ hat die Bundeswehr bei Produktion und Vertrieb deutscher Waffen? Die Bundesrepublik ist drittgrößter Waffenexporteur der Welt.
  • Was hätte man alles für die über 20 Mrd. Euro, die die Bundeswehr in Afghanistan in den Sand gesetzt hat, in der Bildung anfangen können?
  • Warum muss derzeit der Haushalt des Verteidigungsministerium um 50% vergrößert werden, wo das Geld für Soziales, Bildung, Flüchtlingsintegration, … dringend gebraucht wird?

Und wenn schon Sicherheitspolitik das Thema ist, wie steht es dann mit:

  • Warum sollen in Büchel neue Atombomben angeschafft werden anstatt endlich die alten zu entsorgen und den Stützpunkt des Kalten Krieges zu schließen?
  • Wie verhält es sich mit den illegalen gezielten Tötungen über die Basis Ramstein, die eindeutig auf deutschem Staatsgebiet liegt? Macht sich die Bundesrepublik durch die Tolerierung dieser Menschenrechtsverletzungen zu einem Terrorziel?
  • Warum musste die Bundeswehr nach Syrien? Dies ist, nach dem Jugoslawienkrieg, der 2. Auslandseinsatz ganz ohne ein UN-Mandat und damit ein grundgesetzwidriger Einsatz!

Diese Liste lässt sich beliebig verlängern …

Bundeswehr lässt Kinder mit Gewehr G36 hantieren

20160611TagDerBW4KlAm Tag des Massakers von Orlando hat die Bundeswehr schon mal an der Konditionierung des Tötungstriebs von Kindern gearbeitet. Wir haben vor dem Tag der Bundeswehr seit Wochen gewarnt, trotzdem sind Menschen (und nicht wenige: rund 262.000 Besucher an 16 Standorten) zu den Waffenschauen gegangen und haben sogar kleine Kinder mitgenommen. die dann „mal mit echten Kriegswaffen spielen“ durften.

Die Deutsche Friedensgesellschaft DFG-VK und andere Organisationen warfen der Bundeswehr vor, „Grenzen überschritten“ zu haben. Sie veröffentlichten Bilder von Kindern beim Hantieren mit Waffen der Typen G36 und P8 sowie bei einer Einweisung an einer Maschinenpistole des Typs MP7. Die Aufnahmen sollen in einer Kaserne im baden-württembergischen Stetten entstanden sein.

Nun prüft das Verteidigungsministerium ob es tatsächlich zu einem „eindeutigen Verstoß gegen bestehende Vorschriften der Bundeswehr“ gekommen ist.

Marvin Mendyka vom „Netzwerk Friedenskooperative“, welches die Gegenaktionen an dem Armee-Werbetag gemeinsam mit der DFG-VK und weiteren Friedens-Organisationen koordiniert hat: „Wir fordern nicht nur die Abschaffung des ‚Tags der Bundeswehr‘, der reine Propaganda ist, sondern von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen auch ein Ende der Rekrutierung von 17-Jährigen“, so der junge Friedensaktivist.

Mendyka und andere Aktivisten haben bei ihren Aktionen daher auch Unterschriften für die seit Februar laufende Kampagne „Unter 18 nie“ gesammelt, die auch online auf www.unter18nie.de unterzeichnet werden kann: „Der neue Skandal um Kinder an Handfeuerwaffen zeigt, wie nötig es ist, das Thema anzugehen.“ Mendyka, Willinger und Blach sind gespannt, was das Verteidigungsministerium und die Bundeswehr zu den Vorwürfen sagen.

Mehr dazu bei http://m.tagesspiegel.de/politik/verteidigungsministerium-ermittelt-bundeswehr-laesst-kinder-mit-gewehr-g36-hantieren/13729312.html
und https://www.dfg-vk.de/rekrutierungen-der-bundeswehr/grenze-ueberschritten-bundeswehr-liess-kinder-an-handfeuerwaffen

Die Fotos unter https://www.dropbox.com/sh/nehz7aa5nim25t5/AADmEbzMW4wwP4tqN-5Kk2ita?dl=0 können mit der Quellenangabe DFG-VK frei verwendet werden.

 

Rheinmetall entrüsten!

Demonstration zur Hauptversammlung von Rheinmetall

Waffenexporte stoppen – Rheinmetall entrüsten!

… erklang es lautstark vor dem Maritim Hotel gegenüber des Bendler Blocks. Denn heute haben sich dort die Aktionäre des größten deutschen Rüstungskonzerns Rheinmetall AG  zu ihrer Hauptversammlung getroffen.

Ihre Aktien sind mit Blut getränkt!

Deshalb war auch das berliner Bündnis Schule ohne Militär bei der Kundgebung gegen diese Kriegsgewinnler.

In den vielen Redebeiträgen wurde deutlich, das deutsche Waffen in aller Welt töten – und, dass im Hotel Maritim ein Unternehmen tagt, welches daran verdient.

Wer Waffen sät, erntet Tod und Elend!
PROTEST -AKTION während der Hauptversammlung von Rheinmetall

Die Aktionäre des größten deutschen Rüstungskonzerns Rheinmetall AG
treffen sich am 10. Mai zu ihrer Hauptversammlung in Berlin.
Ihre Aktien sind mit Blut getränkt!
Die Kriege lohnen sich für die Aktionäre. Dieses Jahr erhöht sich die Dividende auf fast das Vierfache. Die Rechnung bezahlen die Menschen, die aus diesen Kriegsgebieten fliehen müssen, und dann als Flüchtlinge bei uns ankommen.

Europas größter Heeresausrüster setzte 2015 mit Kanonen, Munition, Elektronik, gepanzerten Fahrzeugen und Ausrüstungen 2,6 Mrd. Euro um.

An Mord- und Totschlag-Instrumenten lässt sich gut verdienen. Sie verdienen sich eine goldene Nase! Und das Geschäft boomt! Für 6,42 Mrd. Euro sollen weitere Mordwerkzeuge hergestellt werden.

Um weltweit Aufträge zu ergattern, hat Rheinmetall geschmiert.

Bußgelder in Höhe von 37,1 Millionen Euro wegen unerlaubter Zahlungen an
Griechenland wurden bereits fällig. Weitere Verfahren drohen.
Auch in der Zukunft lässt sich gut verdienen. Konzern-Chef Papperger setzt nicht nur auf die weiteren Krisen- und Konfliktherde weltweit, sondern hofft auch, ein großes Stück vom zuletzt deutlich erhöhten deutschem Verteidigungsetat zu ergattern.

Neueste Meldungen von den Rheinmetall-Töchtern, die weltweit agieren:

  • Südafrika und Saudi-Arabien errichten in der Nähe von Riad eine Munitionsfabrik, an der Rheinmetall über seine Tochter Denel mit 51 Prozent beteiligt ist.
  • Auf Sardinien wird die Bombe MK 83 von der Rheinmetall-Tochter RWM hergestellt. Diese Bomben werden lt. Report München von Saudi-Arabien im Krieg gegen Jemen eingesetzt.
  •  Im letzten Juni wurden 250 000 Granaten der Rheinmetall-Tochter RWM Arges an die Vereinigten Arabische Emirate geliefert. Dazu gibt es in Österreich eine Straf-Anzeige gegen den Außenminister wg. Verstoßes gegen das dortige Kriegsmaterialgesetz.

KEINE DEUTSCHEN WAFFEN FÜR LÄNDER UND KRIEGE , DEREN OPFER WIR NACHHER BEKLAGEN !

Von einer restriktiven Rüstungsexportpraxis, die Wirtschafts-Minister Gabriel großspurig angekündigt hat, ist bislang nichts zu merken!

Im August 2014 genehmigte die schwarz-rote Bundesregierung Rheinmetall sogar den
Export einer ganzen Panzerfabrik nach Algerien. Das Regime Bouteflika regiert dort autoritär unter massiver Missachtung von Menschenrechten. Die Firma Rheinmetall MAN Military Vehicles, die Rheinmetall zu 51 Prozent gehört, soll dort fast 1.000 Radpanzer FUCHS 2 im Wert von 2,7 Milliarden Euro fertigen. Diese können sowohl im Innern als auch im Krieg nach außen eingesetzt werden.

Wir rufen deshalb:        Waffenexporte stoppen!.