Alljährlich Soldaten auf der Messe „Gesundheit als Beruf“

Schule-ohne-Militär Aktion vor der Urania

  • Dynamit-Hersteller auf der bautec? Ungewöhnlich.
  • PEGIDA auf der Internationalen Tourismus-Börse? Unwahrscheinlich.
  • Soldaten auf der Messe „Gesundheit als Beruf“? Alljährlich.

Aufgabe von Soldaten ist die professionelle Androhung von Gewalt, also Tod oder Beeinträchtigung von Gesundheit. Dabei geht manchmal ein Schuss nach hinten los oder man trifft auf Unbeteiligte oder Amateure, selten auf andere Profis. Das kann die Kampfkraft schwächen.

Also sucht die Bundeswehr im Rahmen ihrer Bemühungen um Attraktivitätssteigerung Profis zur Wiederherstellung der Kampfkraft. Man vermutet sie also auf einer Messe „Kampfkraft als Beruf“. Jedenfalls hat die Bundeswehr auf der Messe „Gesundheit als Beruf“, alljährlich in der Urania, nichts zu suchen.

Deshalb hat sich das Bündnis Schule ohne Militär heute vor der Urania zusammengefunden, um gegen den Auftritt der Bundeswehr zu demonstrieren, denn das Töten von Menschen darf nicht als normaler Beruf durchgehen.

Mit Blumenspenden versuchten SchülerInnen die Kriegsministerin „Ursula vor den Leichen“ zu einem Umdenken zu bewegen.

Auch dieser Hinweis kam gut an …

Auf der Fassade der Urania ist von Militär und Kriegsdienst nichts zu sehen.

Da stimmten uns auch viele der BesucherInnen zu.

Auf diesem Plakat gibt es viel zu lesen …

Am Ende stand „Ursula vor den Leichen“ allein auf weiter Flur.

Pädagoginnen und Pädagogen für den Frieden

Keinen Euro mehr für die Bundeswehr!

Alles Geld für die Kinder der Welt!

Wir kritisieren „Die Rekruten“-Werbekampagne der Bundeswehr

Bundeswehr wirbt um „JeoS“ – Junge Erwachsene ohne Schulabschluss

„JeoS“ – nein, das ist nicht Tarzans Schrei nachdem er Jane zum ersten Mal sah …

Die Bundeswehr findet zu wenige, die über die von ihnen verlangten „anspruchsvollen körperlichen Voraussetzungen“ verfügen. Zwar fehlen auch „Spezialisten“ in „technischen und informationstechnischen sowie sanitätsdienstlichen Bereichen“, aber neuerdings geht es der Bundeswehr darum eine „Zielgruppe“ für den Kriegsdienst zu rekrutieren, die unter der Bezeichnung „Junge Erwachsene ohne Schulabschluss“ (JEoS)  wegen fehlender formaler Voraussetzungen nicht unmittelbar in ein Arbeits- oder Ausbildungsverhältnis integriert werden konnten. Früher nannte man diese Kanonenfutter.

In einem „Pilotprojekt“ können diese in der Bundeswehr-Fachschule in Hannover innerhalb von sechs Monaten ihren Hauptschulabschluss nachholen, wenn sie danach bereit sind  …

Dafür stelt die Bundeswehr seit November letzten Jahres auf einem Youtube-Kanal der Streitkräfte die Webserie „Die Rekruten“, die sich explizit an Zuschauer im Alter von 17 bis 25 wendet. Das Kinderhilfswerk „Terre des hommes“ kritisiert seit langem, dass damit nicht zuletzt Minderjährige zur „Zielgruppe“ der Personalwerbung des Militärs werden, was mit der UN-Kinderrechtskonvention nicht vereinbar ist.

Allein im letzten Quartal dieses Jahres präsentierten die „Karriereberater“ der Bundeswehr bei rund 170 Berufs- und Ausbildungsmessen den „Arbeitgeber Bundeswehr“, traten an mehr als 60 Schulen und Hochschulen auf und besuchten fast 240 Mal die Jobcenter und Berufsinformationszentren der Arbeitsagentur. Zur Zeit verfügt die Bundeswehr bei einem Soll-Stand von 185.000 Soldaten „nur“ über etwas weniger als 177.000.

Mehr dazu bei https://www.jungewelt.de/artikel/299079.rekrutierungsoffensive.html
und https://www.jungewelt.de/artikel/299080.jugendmarketing.html

Wohltätigkeit durch die Bundeswehr ?

Damit ist nicht die 100%-ige Erhöhung des Militärhaushalts der Bundesrepublik gemeint, den an diesem Wochenende fast alle Politiker auf der sogenannten „Sicherheitskonferenz“ in München abgenickt haben. (Die Arbeitnehmer der Länder mussten für eine gerade mal 2,5%-ige Lohnerhöhung richtig streiken.)

Nein – die Bundeswehr kam ins Haus des Rundfunks in den großen Saal des rbb (Radio Berlin Brandenburg), um den ewig Gestrigen den Marsch zu blasen. Das ganze sollte ein Wohltätigkeitskonzert für wen auch immer sein.

Ein Wohltätigkeitskonzert der Bundeswehr?

Es reiht sich ein in „Wohltaten“ wie Brunnen bohren in Afghanistan, Rettungs- und Katastropheneinsätze, gefechtsfeldnahe Kitas, frühkindliche Schießübungen und viele Auslandseinsätze.

Statt Musikcorps, Bigband und andere Orchester zu unterhalten, wäre es praktischer, deren ständige Kosten direkt wohltätigen Zwecken zu spenden.

Wir schlagen vor, den Rüstungshaushalt insgesamt umzuwidmen. Das reduziert die Zahl der Wohltätigkeits-Bedürftigen beträchtlich – hier bei uns und anderswo in der Welt.

Aber die Wohltätigen kamen in Massen, so an die 500 Berliner und Brandenburger konnten wir begrüßen. Wir, das waren das Berliner Bündnis Schule ohne Militär und weitere 20 Friedensbewegte. Wir konnten aufzeigen, dass die Bundeswehr mit ihren „Wohltaten“ in den letzten 20 Jahren in keinem Fall einen Beitrag für den Frieden geleistet hat.

Neben der Verschwendung von über 50 Milliarden Euro an Steuergeldern allein für diese Auslandseinsätze wurde der Hass auf den „Westen“ gezüchtet bis er auch bei uns in Europa Blüten trieb …

Hier die ersten Bilder von dem aus unserer Sicht gelungen frühen Sonntagvormittag

Ein Koch lernt kochen, ein Schlosser schrauben, eine Soldat töten. Ohne mich! Lieber einen zivilen Beruf!

Das Haus des Rundfunks

Die Massen strömen …

Argumente am laufenden Band

Kriegsministerin Ursel begrüßt die Lauscher militärischer Klänge

Die Kriegsministerin macht Werbung für gefechtsfeldnahe Kitas


Diesen Dreiklang werden die Besucher drinnen nicht zu hören bekommen.

Dieses Transparent hat viel Zustimmung erhalten.

Es gab viel zu Lesen für die Fans der Marschmusik …

Schwerter zu Pflugscharen

„Kein Werben fürs Sterben“ meint das Bündnis Schule ohne Militär.

Ursula von der Leyen ist sprachlos beim Anblick dieser klaren Botschaft.

Ursula von der Leyen half dann sogar beim Tragen des Transparentes.

Preußens Garde bewacht das Haus des Rundfunks.

Auch Preußens Garde will nun der Bundeswehr zujubeln …

Kein Militär auf Bildungsmesse(n)!

Bürgermeisterin von Barcelona lädt Militär von der schon traditionellen Teilnahme an Bildungsmesse aus

warresisterSchon oft haben wir gegen die Anwesenheit von Militärs auf Bildungsmessen ausgesprochen und mehrfach gegen die Teilnahme der Bundsewehr demonstriert, z.B.

Deshab haben wir erfreut zur Kenntnis genommen, dass die Bürgermeisterin von Barcelona, Ada Colau, das spanische Militär einfach nach Hause geschickt hat, obwohl deren Teilnahme an der Bildungsmesse „schon seit Jahren Tradition“ hatte.

Sie sagte wörtlich:
„Wisst ihr, wir als Stadtverwaltung hätten es lieber, wenn es auf der Messe keine Militär-Präsenz gäbe, aber einfach, um das auseinander zu halten.“ – “Sabéis que nosotros preferimos como Ayuntamiento que no haya presencia militar en el Salón pero simplemente para separar los espacios.”
Einer der Soldaten darauf: „OK, bis dann!“  – Sie: „Danke, tschüss!“

So einfach ist Abrüstung in Spanien ;-))

Ein Video und Bilder der Bürgermeisterin und von der Aktion gibt es hier https://duckduckgo.com/?q=barcelona+alcaldesa+militar&t=ffsb&ia=videos&iax=1&iai=a0QIt4eH9Ls

Ein paar Tage vorher hatte die Gemeindeverwaltung beschlossen und erklärt, sie sei dafür, diese Bildungsmesse ohne Militär durchzuführen, um Bereiche der Erziehung und Bildung ohne Waffen zu begünstigen und die Kultur des Friedens, des friedlichen Zusammenlebens, die Menschenrechte und die internationale Solidarität zu fördern.

Die Stadtverwaltung von Barcelona hat auch ein neues Militär-Museum abgelehnt. Vielleicht sollte man diese beiden Geschichten den Herren Müller und Lederer sowie der Schulsenatorin mal unter’s Kopfkissen legen.

Mehr dazu bei http://ccaa.elpais.com/ccaa/2016/03/09/catalunya/1457522631_143931.html

Familie, Heim und Herd … und Bundeswehr

Die Bundeswehr auf der Hochzeitsmesse in den Berliner Messehallen

Starten Sie mit der Bundeswehr in eine bombensichere Zukunft! Nein, Sie haben sich nicht verhört – die Bundeswehr betreibt einen Messestand auf der Hochzeitsmesse.

Es ist deshalb zwar nicht Pflicht in oliv zu heiraten – aber es ist möglich, wie wir auf unserem satirischen Flyer mit einem Originalfoto zeigen. Dafür haben wir beim Foto vom Eingang der Messe ein wenig retuschiert. So kann man sich vorstellen, wie die „Zusammenarbeit“ in ein paar Jahren bei weiterer Militarisierung der Gesellschaft aussehen mag.

Wie auch bei vielen Bildungsmessen, bei denen wir vom Berliner Bündnis Schule ohne Militär, vor dem Auftreten der Bundeswehr im zivilen Leben besonders vor Jugendlichen warnen, so waren wir heute bei der Hochzeitsmesse und konnten an die 400 Flyer an die meist ahnungslosen Besucher verteilen.

Kaum jemand konnte sich einen Zusammenhang von Ehe und der Bereitschaft für einen Bundeswehreinsatz vorstellen. So wurde unser makaberer Vorschlag auf dem Flyer dankend aufgenommen:

Unbeschwerte Flitterwochen und endlich keine Schwiegermütter mehr!
Auf Antrag gemeinsame Teilnahme an äußerst eindrucksvollen
Feuerwerken durch unsere in der Bombardierung von Hochzeitsfeiern
(2002, 2012, 2015) erfahrenen amerikanischen und saudischen Partner.

Auch der Hinweis auf den sorglosen Umgang der Bundeswehr mit Kleinkindern, wie erst kürzlich am Tag der Bundeswehr, erschreckte viele Besucher, die sich ja neben der Eheanbahnung auch mit dem Wunsch nach eigenen Kindern beschäftigen.

Und dann das: Der Kampf um die Besten beginnt sehr früh! Alljährliche frühkindliche Schießübungen, familienfreundliche Dienstzeiten und gefechtsfeldnahe Kitas …

Menschenkette zum Antikriegstag

Nein zum Krieg! Kooperation statt NATO-Konfrontation

Mit einer über 600m langen Menschenkette vom Bundestag über das Brandenburger Tor bis zur russischen Botschaft Unter den Linden haben sich gestern Berlinerinnen und Berliner für eine Politik des Ausgleichs und gegen Kriegstreiberei eingesetzt.

Viele Freunde aus dem Berliner Bündnis Schule ohne Militär waren dabei.

Es gibt noch viele weitere Bilder von der beeindruckend langen Kette aus eigentlich selbstverständlichen Forderungen der Friedensbewegung.

 

 

Holt neues Weißbuch den Krieg zurück?

Sicherung „unserer“ Rohstoffe ,“Hybride Kriegsführung“, Sabotage, Manipulation legt das Weißbuch nahe

friedenstaubefrauNicht mehr nur am Hindukusch, 7000km entfernt, sondern in Mali,  im Irak und Syrien und im Baltikum und Mittelmeer, nur noch 1000km entfernt, soll künftig Deutschland „verteidigt“ werden.

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen hat ein neues „Weißbuch 2016 zur Sicherheitspolitik und Zukunft der Bundeswehr“ erstellt. Vorher hatte sie medienwirksam die Partizipationsmöglichkeit der Zivilgesellschaft am Entstehungsprozess beworben. Leider sind alle vernünftigen Beiträge in geheimen Schubladen ihres Ministeriums verschwunden.

Deshalb hat auch die kritische Soldatenvereinigung Darmstädter Signal  um Stellungnahmen zum neuen Weißbuch gebeten. Diese hat sie nun unter weißbuch.org veröffentlicht.

Eine kleine Auswahl der Beiträge

  • Bundesregierung setzt auf militärische Wohlstandswahrung, von Komitee für Grundrechte und Demokratie
  • Deutschlands Sicherheit wird nun in Syrien & im Irak verteidigt!
  • Deutschlands Freiheit wird im Cyberraum verteidigt – „Hybride Kriegsführung“, Sabotage, Manipulation und so
  • Weißbuch 2006 – Afghanistan, Rückblick auf gescheiterte Strategien
  • Aufnahme nicht-militärischer Akteure in die Sicherheitspolitik,  von Winfried Nachtwei
  • Nicht allein aus Sicherheitslogik heraus formulieren, von der Evangelischen Kirche
  • Anmerkungen eines Seelsorgers und Staatsbürgers, von Dr. Klaus Beckmann
  • Den fortgesetzten Rechtsbruch unmissverständlich beenden, aus der Bundeswehr von Major a.D. Florian
  • Sicherung wirtschaftlicher und machtpolitischer Interessen kann kein Ziel sein, aus der Kirche von Pax Christi & ev. AGDF
  • Krisen im Vorfeld antizipieren, von Anton Hofreiter
  • Warum nimmt die Bundesregierung mit dem Syrien Einsatz den Bruch des Völkerrechts einfach hin? aus der Presse von Jung & Naiv
  • Salamitaktik für mehr Krieg, aus der Politik von Christine Buchholz und Frank Renken
  • Große Show für milliardenschwere Aufrüstung, von Christine Buchholz
  • Kein Einsatz der Bundeswehr im Inneren! aus der Friedensbewegung von Aachener Friedenspreis

Alle diese Beiträge sind lesenswert und diskussionswürdig. Auch auf die verstärkten Werbenstrengungen der Bundeswehr besonders unter Kindern und Jugendlichen wird aufmerksam gemacht.

Es ist wichtig, sie einer breiten Öffentlichkeit näher zu bringen. Alle diese Meinungen spiegeln sich in dem nun bekannten Weißbuch nicht wieder. – Wieder wurde an den Menschen vorbei-regiert!

Mehr dazu bei http://weißbuch.org

Auf dem Antikriegsmarkt am letzten Sa. hat Lühr Henken bereits über die Gefahren des neuen Weissbuch berichtet.

Schießen für den Frieden auf der YOU?

Keine Bundeswehr auf der YOU!

Das ist unsere Forderung seit vielen Jahren – und jedes Jahr sind wir vor dem Messegelände mit vielen Aktiven und verteilen Flyer, die vor der Bundeswehr als Arbeitgeber warnen, denn

Töten und Getötet-werden ist kein normaler Beruf!

Was hatte die Bundeswehr nicht alles aufgeboten, um auch dem friedlichsten Kind einen „Kick“ zu verschaffen.

Der Bundeswehrstand auf der Messe war wieder der Teuerste und Größte. Das ist bei 30 Mio. €, die die Bundeswehr für „Werbung“ verschleudern darf, auch nicht verwunderlich.

Ein Lob an die beiden Mädchen, die sich nicht dazu verführen lassen einen „echten Kampfjet“ zu erklettern!

Bist du bereit deine wirklichen Stärken zu finden? Aber klar, nur nicht hier sondern draußen vor der Messe …

Mit 4 Transparenten war Schule ohne Militär vor dem Haupteingang zur Messe – und wir waren nicht zu übersehen.

Schon eine halbe Stunde vor der Eröffnung strömten die ersten SchülerInnen heran.

Dann füllte sich auch der Wartebereich.

Um 9h zur Eröffnung kamen die Massen ….

… und wir waren nicht zu übersehen.

Für Bundeswehr-Fans war es sicher schon „optisches Spißrutenlaufen“ …

Das Abschiedsfoto nach getaner „Arbeit“.

Dozent gibt Lehrtätigkeit auf wegen Bundeswehrkooperation der Hochschule

Buttonvorlage-SoMOffener Brief: Bundeswehr-Kooperation / Beendigung meiner Lehrtätigkeit im IFI Studiengang der Hochschule

Ich war in den letzten 16 Jahren regelmäßig als Lehrbeauftragter für „Informatik und Gesellschaft“ im Internationalen Frauenstudiengang Informatik der Hochschule Bremen tätig. Ich stehe dafür in Zukunft nicht mehr zur Verfügung und habe dies in einem offenen Brief der Rektorin der Hochschule Bremen mitgeteilt. Hintergrund ist ein Beschluss der Hochschule, den Studiengang künftig auch in einer dualen Variante mit der Bundeswehr als Kooperationspartner anzubieten.

Wer mehr über die Hintergründe erfahren möchte: Unter der folgenden Adresse ist ab sofort ein offener Brief zu finden, in dem ich der Rektorin der Hochschule Bremen gegenüber meine Entscheidung erläutere.

Weitere Informationen zum Hintergrund:
https://www.bundeswehrkarriere.de/neuer-inhalt/46518
http://www.bundeswehr-journal.de/2016/verwaltungsdienst-kooperation-mit-fuenf-hochschulen/
http://www.noz.de/deutschland-welt/bremen/artikel/708028/studienplatze-fur-truppe-sorgen-in-bremen-fur-arger
http://www.taz.de/Zivilklausel-im-Hochschulgesetz/!5303000/ <http://www.taz.de/Zivilklausel-im-Hochschulgesetz/%215303000/

Der Offene Brief des Hochschullehrers:  http://www.kramschubla.de/hsb