Wir wollen ein friedliches You Summer Festival !

Schulfrei für die Bundeswehr!

Schule ohne Militaer, die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, Aktion Freiheit statt Angst und in der Messe noch terres des hommes protestierten am 22.6. erneut gegen die Anwesenheit der Bundeswehr auf einer Jugendmesse.

Schießen für den Frieden ? – NEIN !

Töten und Getötet-werden ist kein normaler Beruf!

Die diesjährige Jugendmesse YOU in Berlin lockt wieder mit großen Versprechungen:

„3 Tage volles Programm aus Music, Sports und Lifestyle – und obendrauf eine bunte Karriereecke“ – „der Auftakt eines unvergesslichen Sommers“.

Dieses „YOU summer festival„, wie es sich 2018 nennt, findet vom 22. bis 24.Juni in den Messehallen am Funkturm statt. Heute am Freitag, dem 22.6., dem „Schulklassentag“, strömten tausende von Schülerinnen und Schülern mit ihren Lehrerinnen und Lehrern dorthin.

Hier hat sich – wie in den vergangenen Jahren – die Bundeswehr den größten Ausstellungsbereich gesichert. Bunte Karriereecke mit Unternehmen und NGOs? Die Bundeswehr ist weder ‚Unternehmen‘ noch ‚NGO‘, dafür zahlungskräftiger als andere, wenn es um die Werbung für den Nachwuchs geht. Hier erwartet die Jugendlichen das „Abenteuer“, militärisches Großgerät zu bewundern und zu erklettern und sich von Soldatinnen und Soldaten über Karrieremöglichkeiten ansprechen zu lassen. Aufklärung über Risiken und Nebenwirkungen? Fehlanzeige!

Wir meinen: Das Soldat-Sein ist kein normaler Beruf!

Wir lehnen die Werbung für den Dienst in der Bundeswehr unter Schülern und Schülerinnen ab. Die Ausbildung beim Militär ist keine „normale” Berufsausbildung, sondern bildet Menschen aus, das „Kriegshandwerk“ zu lernen und andere Menschen in Einsätzen zu verletzen oder zu töten.

Das unterschlägt die Werbung der Bundeswehr und lockt stattdessen mit der Aussicht auf Abenteuer, gute Bezahlung und einen sicheren Job. Viele Bundeswehrangehörige machen jedoch ganz andere Erfahrungen und kehren aus den Auslandseinsätzen mit posttraumatischen Störungen zurück.

Wir fordern:
–    Bundeswehr raus aus Schule, Hochschule und Jugend- und Berufsmessen!
–    Keine Bundeswehr auf der YOU!

Hier die ersten Bilder von der Aktion am Vormittag (weitere gibt es hier https://www.flickr.com/photos/uwehiksch/albums/72157692827884970):

Für diesen Spruch haben wir viel Zustimmung bekommen

Der rbb kam vom Haus des Rundfunks gegenüber vorbei und wir konnten ein Interview über unsere Beweggründe geben.

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Jugendforum Berlin auf dem Pfefferberg

Berlin – wir müssen reden! Jetzt erst recht

Das #jufo18 ist ein Jugendpolitikfestival, bei dem die Teilnehmer das Programm und die Themen setzten! In insgesamt neun Workshops, vielen Stammtischen, bestimmen die Jugendlichen ihre Diskussionsthemen selbst. So wurde in den Vorbereitungen lange gestritten, welche Politiker*innen eingeladen werden sollen – die AfD musste draußen bleiben.

Schule ohne Militär war dabei: Wir haben Bundeswehrwerbung abgerüstet!
Das sind unsere Utensilien dazu: Wir verschönern Bundeswehrwerbung, die an Schulen verteilt wird mit Blümchen und Peace-Zeichen …
… und wir reden über Konfliktvermeidung und Alternativen zu Gewaltandrohung.

Das kam bei den Schülerinnen und Schülern an:

 

Also Werbung in den Müll und neuer Umschlag rum. So einfach ist Abrüstung zumindest in der Schule.

 

 

 

Unsere Aktion fand viel Zuspruch.

Wir haben viele interessante Gespräche geführt und kommen gern im nächsten jahr wieder auf den Pfefferberg.

Aber auch das große Programm und die anderen Infostände waren gut besucht, denn es ging um viele wichtige Fragen:

  • Demokrate stärken – Gerade jetzt! Dialog zwischen Jugendlichen und Politik
  • Wie wollen wir in dieser Stadt zusammen leben, lernen und wohnen.
  • Vom Skaterpark im Kiez, queerer Schulpolitik bis hin zur Frage, wer eigentlich wählen darf und warum – die Themen setzen die Jugendlichen selbst.
  • In Diskussionen, Workshops und auf der Bühne stellen die Schüler*innen Politiker*innen zur Rede und verschaffen ihren Forderungen Gehör.

Es geht um

  • Nachhaltigkeit
  • Vielfalt und queere Lebensweise
  • Antimuslimischer Rassismus und Antisemitismus
  • Digitalisierung – aber wie?
  • Kinder- und Jugendbeteiligung
  • Freiwilligendienste nur mit Unterstützung der Eltern?
  • u.v.m.

Mehr dazu bei https://jugendforum.berlin/

Interviewpodcast: Bundeswehr an Schulen?

Thema: Die Bundeswehr an Schulen?

Sollte die Bundeswehr in Schulen oder auf Jugendmessen Werbung machen dürfen? Diese Frage ist wohl schon immer umstritten. Seit dem Aussetzen der Wehrpflicht im Jahre 2011 engagiert sich die Bundeswehr verstärkt für den Dienst an der Waffe. Auch in Bildungseinrichtungen. Oder leistet sie dort „nur“ Aufklärung?

In dem Interviewpodcast wird mit dem Berliner Gymnasiallehrer Jörg Tetzer gesprochen und diskutiert. Er berichtet, wie er sich gegen die Präsenz der Streitkräfte an Schulen und Messen engagiert.

  • Sind Schüler Pazifisten?
  • Ist das realistisch: eine Welt ohne Bundeswehr?
  • Faktendarstellung oder Planspiele, was ist besser?

Der Lehrer Jörg Tetzner engagiert sich in der Berliner Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (kurz GEW) gegen ein solches Engagement der Bundeswehr an Schulen. Als Mitglied der Arbeitsgemeinschaft “Frieden” entwickelt er unter anderem Unterrichtsmaterialien, die Schüler dabei unterstützen sollen, Einsatzmandate und deren Darstellungen z.B. in den Medien zu hinterfragen.

Damit möchte er auch eine Alternative zu Unterrichtsinhalten durch Vertreter der Bundeswehr anbieten.

Der Link zum Podcast https://interviewpodcast.de/2018/04/18/soll-die-bundeswehr-an-schulen-werben/

Fast Food: Bundeswe(h)rbung

Bundeswehr hält unsere Pizza warm

… und das hat den Steuerzahler im letzten Jahr 202.000 Euro gekostet, wie aus einer Anfrage nach dem Informationsfreiheitsgesetz auf FragDenStaat.de hervorgeht.

Nein, danke! Bei so einer Verpackung vergeht uns der Appetit, wie in dem Video der DFG-VK deutlich wird.

Aber echt – tatsächlich macht die Bundeswehr auf Pizzakartons Werbung für ihre Militärvideos auf Youtube und hofft auf diesem Weg das notwendige Kanonenfutter für ihren Nachwuchs für inzwischen 16 Auslandseinsätze zu bekommen.

Wie netzpolitik.org schreibt, hat die Bundeswehr Insgesamt sogar 6,1 Millionen Euro ausgegeben, um die Youtube-Serie zu bewerben, größtenteils für Plakatkampagnen. Die Produktionskosten der intern produzierten Serie fallen mit 1,7 Millionen Euro sogar vergleichsweise niedrig aus.

Als Alternativprogramm zu Pizza und vor allem zur Bundeswehr empfehlen wir die Teilnahme an den Ostermärschen am kommenden Wochenende, in Berlin aber auch in vielen weiteren Orten in der Bundesrepublik. Und wer keine Zeit zum Wandern hat, kann gern seine Unterschrift für weltweite Abrüstung geben.

Mehr dazu bei https://netzpolitik.org/2017/fast-food-bundeswehrbung-auf-pizzapackungen-kostet-202-000-euro/
und das Video der DFG-VK dazu https://www.youtube.com/watch?v=nz2zkEmC30Y

Alljährlich grüßt das Murmeltier – Bundeswehr auf der Gesundheitsmesse

Schule-ohne-Militär Aktion gegen Bundeswehr-Werbung

Deutlich sichtbar konnten wir die Besucher davor warnen auf die Werbeaktion der Bundeswehr hereinzufallen.

  • Dynamit-Hersteller auf der bautec? Ungewöhnlich.
  • PEGIDA auf der Internationalen Tourismus-Börse? Unwahrscheinlich.
  • Soldaten auf der Messe „Gesundheit als Beruf“? Alljährlich.

Aufgabe von Soldaten ist die professionelle Androhung von Gewalt, also Tod oder Beeinträchtigung von Gesundheit. Dabei geht manchmal ein Schuss nach hinten los oder man trifft auf Unbeteiligte oder Amateure, selten auf andere Profis. Das kann die Kampfkraft schwächen.

Also sucht die Bundeswehr im Rahmen ihrer Bemühungen um Attraktivitätssteigerung Profis zur Wiederherstellung der Kampfkraft. Man vermutet sie also auf einer Messe „Kampfkraft als Beruf“. Jedenfalls hat die Bundeswehr auf der Messe „Gesundheit als Beruf“, alljährlich in der Urania, nichts zu suchen.

Deshalb hat sich das Bündnis Schule ohne Militär heute vor der Urania zusammengefunden, um gegen den Auftritt der Bundeswehr zu demonstrieren, denn das Töten von Menschen darf nicht als normaler Beruf durchgehen.

Mehr dazu bei http://schuleohnemilitaer.com

„Flüchtlingskrise“ mit der Bundeswehr bekämpfen?

Schülerinnen und Schüler zu „Bundeswehrspielchen“ verpflichtet

Es soll ja Menschen geben, die möchten den Teufel mit dem Belzebub austreiben. 60 Millionen Menschen sind weltweit auf der Flucht vor Krieg, Gewalt und Hunger und da fällt der Bundeswehr nicht anderes ein als sich selbst als Lösung vorzuschlagen?

Was war passiert?

Die Schüler des Hildener Helmholtz Gymnasiums sahen folgenden Aushang und stellten ein Foto davon sofort ins Netz:

Liebe Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe Q2,

am Donnerstag, den 25.01.18, finden für die gesamte Jahrgangsstufe Q2 Planspiele zum Syrienkonflikt bzw. der Flüchtlingskrise statt. Diese Planspiele werden in Kooperation mit den Jugendoffizieren der Bundeswehr durchgeführt. Bitte bringt für die Planspiele Schreibzeug mit.

Für alle Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe Q2 besteht im Zeitraum von 8 – 16 Uhr Anwesenheitspflicht (inklusive Pausen). Der eigentliche Unterricht dieses Tages entfällt.

Wichtig:

Die Planspiele finden zum einen am HGH und zum anderen in der Waldkaserne statt. Die Schülerinnen und Schüler, die in der Waldkaserne am Planspiel teilnehmen müssen bitte einen Personalausweis mitführen.

 

Nun gibt es ja im Netz beliebig viele Fake News – leider ist dies keine. Im Hildener Helmholtz-Gymnasium wollte man die “Flüchtlingskrise” mit der Bundeswehr bekämpfen. Aber nachdem nun alle Welt davon Wind bekommen hat machte man einen Rückzieher und gab auf der Schulwebseite bekannt:

Das für Donnerstag, 25.1.2018, geplante Simulationsspiel im Rahmen des Unterrichts im Fach Sozialwissenschaften der Jgst. Q2 findet aufgrund der vorliegenden Irritationen in der Öffentlichkeit nicht statt. Es wird auf einen anderen Termin verschoben. Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte die Pressestelle der Bezirksregierung Düsseldorf.

Trotzdem hält man „grundsätzlich“ an dieser Unterrichtsform fest, nur der Termin sollte wegen des öffentlichen Aufruhrs verschoben werden. Vielleicht könnte man im Fach Sozialwissenschaften auch über friedliche Alternativen zu einem Waffengang suchen, z.B. weniger Rüstungsgüter in die Krisenregionen zu liefern (s. z.B. Waffenexporte in die Türkei zu stoppen! , Friedliche Lösungen für Syrien – keine Bundeswehr! , Deutsche Waffen in und um Aleppo dabei  ).

Wir müssen uns neben der grundsätzlichen Ablehnung solcher militärischen Planspiele dagegen aussprechen, dass die Schüler zur Teilnahme verpflichtet werden anstatt ihnen zumindest einen Alternativunterricht anzubieten.

Mehr dazu bei https://www.mimikama.at/allgemein/gruppenspiele-bei-der-bundeswehr/

Kundgebung von Schule ohne Militär gegen Bundeswehrkonzert

Wohltätigkeit durch die Bundeswehr ?

Vielleicht meint die Bundeswehr damit die Einrichtung von KITAs in der Nähe der Truppenübungsplätze – die geplante Verdopplung des Rüstungshaushalts von 36 Milliarden Euro auf über 70 Milliarden, wie es das NATO 2%-Ziel „vorschreibt“ ist alles andere als ein Wohltätigkeit. Das ist gewollte soziale Armut in Deutschland.

Nein – die Bundeswehr kam ins Haus des Rundfunks in den großen Saal des rbb (Radio Berlin Brandenburg), um den ewig Gestrigen den Marsch zu blasen. Das ganze sollte ein Wohltätigkeitskonzert für wen auch immer sein.

Wohltätigkeitskonzert der Bundeswehr?

Es reiht sich ein in „Wohltaten“ wie Brunnen bohren in Afghanistan, Rettungs- und Katastropheneinsätze, gefechtsfeldnahe Kitas, frühkindliche Schießübungen und viele Auslandseinsätze.
Statt Musikcorps, Bigband und andere Orchester zu unterhalten, wäre es praktischer, deren ständige Kosten direkt wohltätigen Zwecken zu spenden.
Wir schlagen vor, den Rüstungshaushalt insgesamt umzuwidmen. Das reduziert die Zahl der Wohltätigkeits-Bedürftigen beträchtlich – hier bei uns und anderswo in der Welt.

Im Gegensatz zum letzten Jahr konnten wir zumindest registrieren, dass die Besucher aufmerksamer unsere Flyer nahmen und auch gelesen haben. Einige Male hörten wir auch, dass unsere Aktion vom letzten Jahr nicht in Vergessenheit geraten war.

Ursula v.d. Leyen war wieder in voller Montur aber etwas blutbefleckt zur Begrüßung der ewig Gestrigen erschienen. Soldatisch korrekt salutierten einige uniformierte Besucher vor ihrer Geldbeschafferin.
Nur die ebenfalls anwesenden preussischen „Kerls“, auch weiblichen Geschlechts, ließen die Achtung vor der Oberbefehlshaberin vermissen.

Nach der Verschwendung von über 50 Milliarden Euro an Steuergeldern allein für diese Auslandseinsätze hätte uns eigentlich Jede/r zujubeln müssen.
Hier ist wohl noch Überzeugungsarbeit nötig …

Wir kommen deshalb im nächsten Jahr gern wieder …

Jugendliche als Kanonenfutter reifen lassen

„Ohne eine Ausnahme hätte die Bundeswehr Probleme“

Auch wenn die Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen (UNO) die Rekrutierung von Kindern und Jugendlichen verbietet, meint der Wehrbeauftragte des Bundestags, Bartels, dass die Einstellung Minderjähriger bei der Bundeswehr „alternativlos“ sei, wenn man Probleme bei der Personalrekrutierung verhindern wolle.

Minderjährige dürfen keinen Dienst mit der Waffe leisten und nicht in Auslandseinsätze geschickt werden – aber das ändert sich ja nach 1-2 Jahren, man muss die Jugendlichen nur gleich für mehrere Jahre verpflichten.

Die Zahl minderjähriger Soldaten bei der Bundeswehr ist im vergangenen Jahr mit 2.100 auf einen neuen Höchststand angewachsen. Trotzdem fehlen noch einige Tausend „Freiwillige“, um die jetzige Sollstärke zu erreichen. Die weiteren Aufrüstungspläne von Frau v.d. Leyen stehen damit glücklicherweise für die nächste Zeit in den Sternen.

Mehr dazu bei http://www.deutschlandfunk.de/wehrbeauftragter-bartels-minderjaehrige-bei-der-bundeswehr.1939.de.html?drn:news_id=837007

und https://www.aktion-freiheitstattangst.org/de/articles/6328-20180115-kurzmeldung-jugendliche-als-kanonenfutter-reifen-lassen.htm

Die Bundeswehr in der Schule

Bundeswehr Propaganda in der Schule – ja, aber bitte keine Diskussion über die Bundeswehr

… so das Fazit des Berichts eines Schülers in einem sächsischen Gymnasium:

Für eine Doppelstunde kam ein Jugendoffizier in den Unterricht. Die Themen sollten sein Terrorismus, innere Sicherheit, Deutschland in der UNO und der NATO und die Bundeswehr im Ausland. Nach Ansicht der Lehrerin würde zu diesen Themen auch die Fragen des Schülers zum Thema Syrien reinpassen.

Da sich der Schüler aber konkret vorbereitet hatte, war es der Lehrerin nach 2 Fragen schon nicht mehr recht über Krieg und Frieden sowie Gewaltvermeidung zu diskutieren. Spätestens nach der Feststellung, dass es ein Mandat des UNO-Sicherheitsrates braucht, damit Tornados nach geltendem Völkerrecht legal im Luftraum eines anderen Landes fliegen dürfen und es dieses Mandat für Syrien nicht gibt, somit lediglich die russische Luftwaffe berechtigt ist sich dort zu bewegen, war die Geduld der Lehrerin erschöpft. Obwohl selbst der Jugendoffizier dem Schüler in diesem Punkt zustimmte und bestätigte, dass Russland zwar legal in Syrien vertreten sei, musste der Schüler seine Fragen dann nach der Schulstunde in der Pause mit dem Offizier alleine klären.

Weiter lesenwert: Der Schüler hatte sich auch ausführlich mit dem sächsischen Schulgesetz und dem Beutelsbacher Konsens auseinandergesetzt, der eine ausgewogene Auseinandersetzung mit schulfremden Personen und Berufsgruppen im Unterricht verlangt. Lesen!

Mehr dazu bei https://www.rubikon.news/artikel/die-bundeswehr-macht-schule

Keiner will in Auslandseinsätze

Immer weniger Bewerber für freiwilligen Wehrdienst

Vielleicht haben unsere Ratschläge für friedliche Konfliktlösungen und gegen einen „Dienst an der Waffe“ doch etwas bewirkt. In vielen Artikel haben wir schon darauf hingewiesen, dass die Versprechen der teuren Bundeswehrwerbekampagne über Abenteuer, Ausbildung und das „einen echten Mann stehen“ bei den Jugendlichen nichts mit der Wirklichkeit in den Kriegseinsätzen zu tun haben.

So ist die Zahl der Bewerber für den freiwilligen Wehrdienst weiter stark zurückgegangen. 6 Jahre nach der Aussetzung der Wehrpflicht meldeten sich von Jahresbeginn bis Ende August in diesem Jahr 10.105 Männer und Frauen für einen Dienst an der Waffe. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Rückgang von mehr als 15%. Das hat das Verteidigungsministerium ermittelt, aber nicht gesagt ob es seine Werbeagentur deswegen feuern wird …

Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels wäre eine Werbekampagne auf die Zielgruppe der Rentner und Pensionäre angebracht. In den Medien außerhalb der kürzlich um 30 Millionen Euro aufgestockten Werbekampagne macht die Bundeswehr eher über

  • rechtsradikale Rituale
  • sexuelle Übergriffe und
  • (nicht) vergangenen Korpsgeist

von sich reden.

Mehr dazu bei http://www.zeit.de/politik/deutschland/2017-11/bundeswehr-freiwilliger-wehrdienst